UV-Klebstoffdosierung in der Herstellung von Blutzuckersensoren
Zuverlässige Dosierung von 0,8 mg in vollautomatisierter Montage
Blutzuckersensoren werden in vollautomatisierten Montagelinien mit hohen Stückzahlen und kurzen Taktzeiten gefertigt. In einem zentralen Prozessschritt wird UV-Klebstoff in sehr kleinen Mengen hochdynamisch und pulsationsfrei aufgebracht. Erforderlich ist eine Dosiertechnologie, die Kleinstmengen reproduzierbar, blasenfrei und dauerhaft prozessstabil appliziert.
Hierfür werden Mikrozahnringpumpen in robotergestützte Dosiersysteme integriert. Die Dosiersysteme sind auf Gelenkarmrobotern montiert, während das Bauteil fixiert wird. So lassen sich kreisförmige Bahnen sowie Punktaufträge präzise in Nuten und Vertiefungen dosieren. Die Dosiermengen liegen zwischen 0,8 mg und 20 mg bei engen Toleranzen.
Welche Anforderungen stellt die UV-Klebstoffdosierung in der Serienproduktion von Sensoren?
In der automatisierten Serienfertigung stehen Wiederholgenauigkeit und Prozessstabilität im Vordergrund. Die Anwendung erfordert:
- hochpräzise, pulsationsfreie Kleinstmengen-Dosierung
- reproduzierbare Volumenströme über lange Produktionszyklen
- blasenfreien Auftrag in Ring- und Punktgeometrien
- Dosiermengen zwischen 0,8 mg und 20 mg in engen Toleranzen
- kurze Dosierzeiten bei hohen Taktzahlen
- schonenden Umgang mit scherempfindlichem UV-Klebstoff
Die Dosierqualität beeinflusst unmittelbar Funktion, Langzeitstabilität und Ausschussquote der Sensoren.
Wie wird die technische Umsetzung realisiert?
Zum Einsatz kommt eine Mikrozahnringpumpe mzr-2905 mit FDA-konformen Elastomeren und FDA-konformer Wellendichtung. Sie ist material- und ADI-free-zertifiziert und damit für regulierte medizinische Anwendungen geeignet.
Das scherarme Förderprinzip ermöglicht trotz hoher Dosierdynamik einen schonenden Umgang mit dem UV-Klebstoff. Eine definierte minimale Rückwärtsdosierung sorgt für eine saubere Dosiernadel und unterstützt eine gleichbleibende Qualität im Serienbetrieb.
Die Ansteuerung des Gleichstromservomotors mit integriertem Microcontroller erfolgt vollständig überwacht und digital direkt von der SPS. EtherCAT, CANopen, RS232 sowie digitale Ein- und Ausgänge ermöglichen eine nahtlose Integration in bestehende Steuerungs- und Qualitätssicherungssysteme.
Welche Vorteile ergeben sich für die automatisierte Sensorfertigung?
Durch die Integration der Mikrozahnringpumpen kann das Dosiersystem:
- hochdynamische und reproduzierbare UV-Klebstoffdosierung im Serienbetrieb gewährleisten
- stabile Volumenströme bei minimaler Pulsation sicherstellen
- Ring- und Punktgeometrien in engen Toleranzen realisieren
- Ausschuss durch blasenfreie Applikation reduzieren
- empfindliche Medien scherarm fördern
- regulatorische Anforderungen der Medizintechnik erfüllen
Die Mikrozahnringpumpen bilden damit eine zentrale Grundlage für eine prozesssichere Sensorfertigung, geringe Ausschussquote, reproduzierbare Dosierqualität und Eignung für automatisierte Serienprozesse in reguliertem Umfeld.