Kontaktlose Probenzuführung für die Massenspektrometrie

Pulsationsarmer Lösungsmittelstrom von 200 bis 1000 µl/min für die Open-Port-Schnittstelle

Die Massenspektrometrie (MS) ist ein etabliertes Verfahren zur Analyse chemischer und biologischer Proben in Forschung, Diagnostik und Wirkstoffentwicklung. Für einen hohen Probendurchsatz kommen zunehmend Verfahren zur kontaktlosen Probengewinnung zum Einsatz.

Bei der akustischen Tröpfchenerzeugung werden Nanoliter-Tröpfchen mit Volumina von 2,5 bis 25 nl berührungslos aus einer Mikrotiterplatte entnommen. Die Proben gelangen anschließend in eine sogenannte Open-Port-Schnittstelle (Open Port Interface, OPI), wo sie in einem kontinuierlichen Lösungsmittelstrom verdünnt und direkt dem Massenspektrometer zugeführt werden. Dadurch kann in vielen Anwendungen auf eine zeitaufwendige vorgeschaltete Flüssigchromatographie (LC) verzichtet werden.

Für reproduzierbare Analyseergebnisse ist ein stabiler und pulsationsarmer Lösungsmittelstrom entscheidend.


Welche Anforderungen stellt die kontaktlose Probenzuführung an die Fluidik?

Die direkte Probeneinbringung in die Open-Port-Schnittstelle erfordert eine Fluidik, die kontinuierliche und präzise Volumenströme bereitstellt.

Wesentliche Anforderungen sind:

  • stabiler Lösungsmittelstrom mit hoher Richtigkeit von 200 bis 1000 µl/min
  • pulsationsarme Förderung für eine hohe Dosier- und Analysepräzision
  • zuverlässige Förderung unterschiedlicher Lösungsmittel
  • kompakte und einfache Integration in Analysegeräte
  • geringer Wartungsaufwand im Laborbetrieb

Ein qualitativ hochwertiger Lösungsmittelstrom schafft die Voraussetzung für die in Hochdurchsatzanwendungen erforderliche Genauigkeit und ermöglicht hohe Probenraten bei gleichbleibender Datenqualität.
 

Wie wird die Fluidik in Massenspektrometrie-Systemen umgesetzt?

Zum Einsatz kommt das Mikro-Dispense-Modul µDispense mit integrierter Mikrozahnringpumpe mzr-2521 und Durchflusssensor. Das durchflussgeregelte System ermöglicht eine präzise Regelung des Lösungsmittelstroms innerhalb der Open-Port-Schnittstelle.

Die Mikrozahnringpumpe erzeugt einen kontinuierlichen und pulsationsarmen Volumenstrom, während der integrierte Durchflusssensor die exakte Regelung des Systems ermöglicht. Dadurch werden stabile Förderbedingungen auch bei wechselnden Lösungsmittelzusammensetzungen gewährleistet.

Die kompakte Bauform des Moduls erleichtert die Integration in moderne Massenspektrometrie-Systeme für Forschung und Analytik.
 

Welche Vorteile ergeben sich für die Massenspektrometrie?

Durch die Integration des Mikro-Dispense-Moduls kann das Analysesystem:

  • eine kontaktlose Probenzuführung realisieren
  • stabile und hochgenaue Lösungsmittelströme bereitstellen
  • reproduzierbare MS-Messungen ermöglichen
  • hohe Probendurchsätze realisieren
  • unterschiedliche Lösungsmittel zuverlässig handhaben
  • Wartungsaufwand und Stillstandszeiten reduzieren

Diese Fluidiklösung ermöglicht eine direkte und reproduzierbare Probenzuführung zur Massenspektrometrie und schafft die Grundlage für effiziente Hochdurchsatzanalysen in Forschung, Diagnostik und Wirkstoffentwicklung.

 

 

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