Charakterisierung von Blutproben in der Immunhämatologie
Präzises Pipettieren von 10 bis 50 µl und dynamische Spülprozesse mit bis zu 72 ml/min
Automatisierte Analysegeräte der Immunhämatologie werden zur Charakterisierung von Blutproben eingesetzt. Typische Anwendungen sind die Bestimmung von Blutgruppen und Rhesusfaktoren, Antikörpersuchtests sowie die Untersuchung von Blutkonserven vor Transfusionen.
Für die Analyse werden kleine Probenvolumina von 10 bis 50 µl aus Blut-, Serum- oder Pufferproben aufgenommen und in die jeweiligen Reaktionsgefäße überführt. Anschließend erfolgt die Reinigung der Fluidik, um eine Beeinflussung nachfolgender Proben auszuschließen. Die Kombination aus präziser Probenhandhabung und effizienten Spülprozessen ist entscheidend für verlässliche Analyseergebnisse.
Welche Anforderungen stellt die Blutcharakterisierung an die Fluidik?
In immunhämatologischen Analysegeräten müssen kleine Probenvolumina präzise gehandhabt und gleichzeitig hohe Anforderungen an Probenintegrität und Prozesssicherheit erfüllt werden.
Wesentliche Anforderungen sind:
- präzise Aufnahme und Abgabe von 10 bis 50 µl
- hohe Wiederholgenauigkeit bei der Probenhandhabung
- sichere Trennung von Probe und Systemflüssigkeit
- effektive Spülprozesse zur Vermeidung von Kreuzkontamination
- zuverlässige Erkennung von Verstopfungen
- kompakte Integration in OEM-Analysegeräte
Insbesondere bei Blutproben trägt die Vermeidung von Kreuzkontamination wesentlich zur Qualität und Zuverlässigkeit der Analyseergebnisse bei.
Wie wird die Probenhandhabung in immunhämatologischen Analysegeräten umgesetzt?
Die Blutprobe wird zunächst in eine Probenschleife aufgenommen und anschließend dem Analyseprozess zugeführt. Eine Luftblase trennt die Probe von der Systemflüssigkeit, sodass die Blutprobe selbst nicht mit der Pumpe in Kontakt kommt.
Zum Einsatz kommt die Mikrozahnringpumpe mzr-4622. Sie übernimmt sowohl die präzise Förderung der Systemflüssigkeit für die Probenaufnahme und -abgabe als auch die anschließende Spülung der Probenschleife mit Volumenströmen von bis zu 72 ml/min.
Ein integrierter Drucksensor unterstützt die Überwachung des Fluidiksystems und ermöglicht die Erkennung von Verstopfungen, beispielsweise durch Vollblutbestandteile im Probenpfad. Für die OEM-Integration wurde eine Ausführung mit elektrischer Entkopplung zwischen Motor und Pumpenkopf entwickelt. Dadurch werden elektrische Störeinflüsse vermieden und die Pumpe kann in Systeme mit kapazitiver Füllstandserkennung integriert werden.
Welche Vorteile ergeben sich für die Entwicklung immunhämatologischer Analysegeräte?
Durch die Integration der Mikrozahnringpumpe kann das Analysegerät:
- kleine Blutproben präzise pipettieren
- Proben und Systemflüssigkeit sicher trennen
- Kreuzkontamination zwischen Proben vermeiden
- Probenschleifen effizient reinigen
- Verstopfungen frühzeitig erkennen
- lange Wartungsintervalle und hohe Geräteverfügbarkeit unterstützen
Diese Fluidiklösung verbindet präzise Probenhandhabung mit einer effizienten Reinigung der Fluidik und unterstützt dadurch die langfristige Zuverlässigkeit automatisierter Analysegeräte. Damit trägt sie wesentlich zu reproduzierbaren Ergebnissen in der Immunhämatologie bei.